Elternbrief Scharlach

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Elternbrief zum Thema Scharlach

 

Sehr geehrte Eltern,

in unserer Einrichtung, ist Scharlach aufgetreten.

Wir möchten Ihnen deshalb einige Informationen zum Krankheitsbild geben,

um weitere Fälle eher erkennen zu können und damit eine Ausbreitung zu verhindern.

 

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine klassische Kinderkrankheit. Ausgelöst durch eine Bakterieninfektion des Rachens (Streptokokken Angina) kommt es zu einer Allgemeinreaktion des Körpers mit Rachen-, Zungenrötung und Hautausschlag. Nach Abklingen der Erkrankung kommt es oft zu einer Hautabschuppung an Händen und Füßen.

 

Bei welchen Zeichen sollte man an Scharlach denken?

Charakteristisch für Scharlach ist das plötzliche Erkranken ohne besondere Vorboten. Häufig treten starke Halsschmerzen, Fieber, Erbrechen und ein Hautausschlag auf. Der Hautausschlag beginnt am Rumpf und breitet sich dann auf Haut und Schleimhäuten aus. Mund und Kinnpartie bleiben ausgespart. Die Zunge ist anfangs weißlich belegt und verfärbt sich dann leuchtend rot (Himbeerzunge). Der Hautausschlag verschwindet nach 6-9 Tagen. Einige Tage danach kommt es zur Abschuppung der Haut, insbesondere Handinnenflächen und Fußsohlen. Kinder zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr erkranken am häufigsten. Mehrfacherkrankungen an Scharlach sind möglich.

 

Wie erfolgt die Übertragung?

Die Übertragung der Scharlach-Erreger von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion (z. B. wie bei Schnupfen oder Husten). Selten ist eine Ansteckung über erregerhaltige Gegenstände (z. B. Spielzeuge, Geschirr des Erkrankten) möglich. 10 – 20 % sind symptomlose Keimträger, d. h. sie tragen den Keim im Nasen-Rachenraum, ohne selbst daran zu erkranken; auch sie können die Bakterien weitergeben. Die Inkubationszeit dauert 2-4 Tage.

 

Was ist zu tun, wenn Sie diese Zeichen bei Ihrem Kind feststellen?

Bitte suchen Sie sofort Ihre Kinderärztin bzw. ihren Kinderarzt auf und informieren Sie sie/ ihn von der Erkrankung in der Kita.

 

Wie wird Scharlach behandelt?

Die Erkrankung kann mit Antibiotika (Mittel der Wahl ist eine 10-tägige Therapie mit Penicillin) gut behandelt werden. Es ist notwendig, die Einnahmehinweise des behandelten Arztes genau zu befolgen, um Komplikationen, wie Nacherkrankungen des Herzens oder der Niere, zu verhindern. Nach einer begonnenen Antibiotikatherapie erlischt die Ansteckungsfähigkeit innerhalb von 24 Stunden. Eine Impfung gegen Streptokokken existiert nicht.

 

Sollte Ihr Kind, Geschwisterkinder oder andere Familienangehörige erkrankt sein, muss die Kita umgehend informiert werden. Ihr Kind darf die Kita solange nicht besuchen bzw. betreten, bis von ihm keine Gefahr der Weiterverbreitung und somit keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht.

Eine Gesundschreibung ist dringend erforderlich, sollte Ihr Kind wieder in der Lage sein, die Kita besuchen zu können.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

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